• Bochumer Klimaschutz-Award 2017
  • Haus der kleinen Forscher 2016
  • Schule der Zukunft 2012 + 2015 in NRW
  • Projekt der UN-Weltdekade BNE 2012/13
  • Nachhaltigkeitspreis der Stadt Bochum 2012 und 2013

Download: Unterrichtskonzeption Köllerholzschule (PDF)

Köllerholz 2020 – Gemeinsam gute Schule machen

Die Schulgemeinde Köllerholz macht es sich zur Aufgabe, die Schul- und Unterrichtsentwicklung in einem mehrjährigen kooperativen Prozess neu zu gestalten.

Übersicht:

A. Qualitätsentwicklungsprozess

A.1. Drei übergeordnete gemeinsame Ziele

A.2. Qualitätsanspruch auf drei Ebenen

A.3. Der Faktor Zeit – drei Jahre

B. Qualitätsvorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen und Verantwortlichkeiten für die Qualitätsentwicklung

B.1. Vorgaben des Schulgesetzes

B.1.1. Qualitätsentwicklung und -sicherung

B.1.2. Unterrichtsvorgaben

B.1.3. Schulleiterinnen und Schulleiter

B.1.4. Schulkonferenz

B.1.5. Schulpflegschaft

B.1.6. Klassenpflegschaft

B.1.7. Lehrerinnen und Lehrer

B.2. Vorgaben der Richtlinien für die Grundschule

B.2.1. Lehrerinnen und Lehrer

B.2.2. Eltern

B.2.3. Schülerinnen und Schüler

B.2.4. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung als kontinuierliche Aufgaben

B.3. Vorgaben des Runderlasses „Gebundene und offene Ganztagsschulen“

B.3.1. Ziele und Qualitätsentwicklung

B.3.2. Merkmale von Ganztagsschulen und außerunterrichtlichen Ganztags- und   Betreuungsangeboten

B.3.3. Infrastruktur und Organisation

B.4. Vorgaben  des Referenzrahmen Schulqualität NRW

C. Verlauf des Qualitätsentwicklungsprozesses der Köllerholzschule seit Juni 2017

C.1. Qualitätsanalyse

C.2. Konsequenzen für die Qualitätsentwicklung der Köllerholzschule nach Sichtung der Vorgaben der Qualitätsanalyse NRW

D. Zusammenstellung der Vorgaben und deren Komprimierung

D.1. Richtlinien für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen

D.2. Erlass „Gebundene  und offene Ganztagsschulen“

D.3. Zusammenfassung der 9 Fachlehrpläne mit dem Fokus „Gemeinsamkeiten und Differenzen

D.4. Zusammenfassung der 9 Fachlehrpläne mit dem Fokus „Alleinstellungsmerkmale“

D.5. Zusammenfassung der 9 Fachlehrpläne mit dem Fokus „Kompetenzerwartungen“

D.6. Lehrplan Deutsch – Zusammenstellung verbindlicher Fachbegriffe, Fähigkeiten und Kenntnisse

D.7. Empfehlungen für den Übergang in eine weiterführende Schule

D.8. Zehn Merkmale guten Unterrichts

D.9. Gestaltungsorientierung – Zehn Teilkompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

D.10. Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen,  „Leitideen“

D.11. Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen, „Bildungsmöglichkeiten“, „Leitfragen zur Unterstützung und Gestaltung von Bildungsmöglichkeiten“, „Materialien / Settings als Denkanstöße“

D.12. Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen,  „Bildung wird im Team gestaltet – Akteure, Partnerschaft und Kooperation“

D.13. 23 Thesen für eine gute Ganztagsschule im Interesse der Kinder

D.14. Konstruktivistische Didaktik

E. Gemeinsam gute Schule machen in der Praxis: Standortplan 2020

E.1. Die Entwicklung schuleigener Lehrpläne: Kompetenzen und Leitideen

E.2. Kompetenzerwartungen der 9 Lehrpläne und Leitideen der 10 Bildungsbereiche

E.2.1. Kompetenzen der 9 Fächer

E.2.2. Leitideen der 10 Bildungsbereiche

E.3. Die Entwicklung schuleigener Lehrpläne: Unterrichtsvorhaben, Lernszenarien, Unterrichtsarrangements und Themenfindung

E.3.1. Vom pädagogisch-didaktischen Dreiklang zum Zweiklang – ganztägige Bildung

E.3.2. Die Entwicklung komplexer Unterrichtsvorhaben, Lernszenarien und Unterrichtsarrangements

E.3.3. Ausbildung fachbezogener Kompetenzen

E.3.4. Organisationskompetenz der lernenden Gemeinschaft

E.3.5. Themenfindung: Lebenswelt und Alltagserfahrungen

E.3.6. Die Bedeutung wiederkehrender Abläufe und Rituale für die Lebensweltorientierung

E.3.7. Öffnung von Schule

E.3.8. Standortqualität

E.3.9. Entsprechung in Kompetenz- und Leitideeorientierung

E.3.10. Verbindlichkeit der Themenfindung

E.3.11. Dokumentation von Lernprozessen und Lernergebnissen, Mediennutzung, Lehr- und Lernmittel

E.3.12. Digitales Portfolio und Lerntagebuch

E.3.13. Leistungskonzept

E.3.14. Evaluation

F. Zusammenfassung: Zielorientierung und Gestaltungsaufgabe

G. Aktueller Themenspeicher (Themen in Planung oder in Bearbeitung)

 

A. Qualitätsentwicklungsprozess

Download: Auszug Unterrichtskonzeption A (PDF)

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Köllerholzschule befinden sich von 2017 bis 2020 in einem gemeinsamen Qualitätsentwicklungsprozess. Dieser Prozess trägt die Bezeichnung „Köllerholz 2020 – Gemeinsam gute Schule machen“.

Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezeichnen wir unsere Lehr- und Fachkräfte, unsere ehrenamtlich Tätigen, unsere mitwirkenden Eltern, unsere außerschulischen Partnerinnen und Partner und im Besonderen unsere Schülerinnen und Schüler. Wir betrachten uns als lernende Gemeinschaft.

 

A.1. Drei übergeordnete gemeinsame Ziele

Es ist unser gemeinsames Ziel, die Ganztagsschule Köllerholz so weiterzuentwickeln, dass alle Schulkinder gerne in unserer Schule leben und lernen. Es gibt drei übergeordnete Ziele:

  1. guter Unterricht
  2. anregungsreiches Schulleben
  3. attraktive Freizeitgestaltung

 

A.2. Qualitätsanspruch auf drei Ebenen

Unseren gemeinsamen Qualitätsanspruch gilt es auf drei Ebenen zu definieren und umzusetzen:

  1. Qualitätsvorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen
  2. persönliche Motivation aller Beteiligten der Köllerholzschule
  3. gemeinsame Werktätigkeit aller Beteiligten der Köllerholzschule

 

A.3. Der Faktor Zeit – drei Jahre

Der gemeinsame Qualitätsentwicklungsprozess benötigt Zeit. Diese darf nicht zu knapp, aber auch nicht zu weit gefasst werden. Der Prozess muss für alle Beteiligten überschaubar und in seiner Logik nachvollziehbar sein und so gestaltet werden, dass kein Zeitdruck entsteht, aber trotzdem auf angenehme Weise zügig, konzentriert und konzertiert gearbeitet werden kann.

Nach reiflicher Überlegung wurde der Zeitrahmen von 2017 bis 2020 vereinbart. Dieser korrespondiert mit der Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW“, die von 2016 bis 2020 in NRW umgesetzt werden soll und unter deren Dach unsere Schule mitarbeitet.

Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie des Landes NRW erhalten Sie hier.

Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie der Köllerholzschule erhalten Sie hier.

Informationen zu „Zukunft Lernen NRW“ erhalten Sie hier.

Informationen zur Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW“ (2016 – 2020) erhalten Sie hier.

Die Auftaktveranstaltung zum Prozess war der Pädagogische Tag am 7. Juni 2017 mit den Themen „Definition gute Schule“, „Ansprüche des fächerübergreifenden Unterrichts“ und „Nachhaltigkeitsstrategie NRW“ vor dem Hintergrund der „Qualitätsanalyse NRW“ (Verfahren der externen Evaluation) und unseres Schulprofils „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE).

Im nachfolgenden dreijährigen Qualitätsentwicklungsprozess sollen die drei oben genannten übergeordneten Ziele erreicht und mit Schulleben gefüllt werden. Die Basis dafür und der Gang dorthin werden im Folgenden beschrieben.

 

B. Qualitätsvorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen und Verantwortlichkeiten für die Qualitätsentwicklung

Download: Auszug Unterrichtskonzeption B (PDF)

B.1. Vorgaben des Schulgesetzes

B.1.1. Qualitätsentwicklung und -sicherung  (Schulgesetz § 3)

(3) Schulen und Schulaufsicht sind zur kontinuierlichen Entwicklung und Sicherung der Qualität schulischer Arbeit verpflichtet. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung erstrecken sich auf die gesamte Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule.

B.1.2. Unterrichtsvorgaben (Schulgesetz § 29)

(1) Das Ministerium erlässt in der Regel schulformspezifische Vorgaben für den Unterricht (Richtlinien, Rahmenvorgaben, Lehrpläne). Diese legen insbesondere die Ziele und Inhalte für die Bildungsgänge, Unterrichtsfächer und Lernbereiche fest und bestimmen die erwarteten Lernergebnisse (Bildungsstandards).

(2) Die Schulen bestimmen auf der Grundlage der Unterrichtsvorgaben nach Absatz 1 in Verbindung mit ihrem Schulprogramm schuleigene Unterrichtsvorgaben.

(3) Unterrichtsvorgaben nach den Absätzen 1 und 2 sind so zu fassen, dass für die Lehrerinnen und Lehrer ein pädagogischer Gestaltungsspielraum bleibt.

B.1.3. Schulleiterinnen und Schulleiter (Schulgesetz NRW § 59)

(2) Die Schulleiterin oder der Schulleiter … 2. ist verantwortlich für die Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule, 3. sorgt für die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Schule.

B.1.4. Schulkonferenz (Schulgesetz § 65)

(2) Die Schulkonferenz entscheidet … in folgenden Angelegenheiten: 2. Maßnahmen der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung (§ 3 Abs. 3),… 9. Erprobung und Einführung neuer Unterrichtsformen (§ 29 Abs. 2)

B.1.5. Schulpflegschaft (§ 72 Schulgesetz)

(2) Die Schulpflegschaft vertritt die Interessen der Eltern bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule. Sie berät über alle wichtigen Angelegenheiten der Schule.

B.1.6. Klassenpflegschaft (§ 73 Schulgesetz)

(2) Die Klassenpflegschaft dient der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern. Dazu gehören die Information und der Meinungsaustausch über Angelegenheiten der Schule, insbesondere über die Unterrichts- und Erziehungsarbeit in der Klasse. Die Klassenpflegschaft ist bei der Auswahl der Unterrichtsinhalte zu beteiligen.

B.1.7. Lehrerinnen und Lehrer (Schulgesetz § 57)

(2) Die Lehrerinnen und Lehrer wirken an der Gestaltung des Schullebens, an der Organisation der Schule und an der Fortentwicklung der Qualität schulischer Arbeit aktiv mit. Sie stimmen sich in der pädagogischen Arbeit miteinander ab und arbeiten zusammen.

Schulgesetz NRW

 

B.2. Vorgaben der Richtlinien für die Grundschule

B.2.1. Lehrerinnen und Lehrer (Kap. 8)

(8) Sie tragen maßgeblich die Schulentwicklung im Interesse der Entwicklung und Sicherung der Qualität der schulischen Arbeit. Dies gilt auch für die Belange der offenen Ganztagsschule.

(8.2) Entscheidend für die Qualität der Arbeit einer Grundschule und die systematische Schulentwicklung ist die professionelle Kooperation der Lehrerinnen und Lehrer bei der Wahrnehmung ihres Erziehungs- und Bildungsauftrags. Gemeinsam sind sie verantwortlich für die Regeln, Rituale, Arbeitsweisen, die Kontinuität der Unterrichtsarbeit in der ganzen Schule und in allen Klassen sowie für die Qualität der Kooperation mit außerschulischen Partnern.

B.2.2. Eltern (Kap. 9)

(9) Die Einbeziehung der Eltern und ihr Engagement für schulische Aufgaben sind ein wichtiger Bestandteil der schulischen Arbeit. Kinder lernen erfolgreicher, wenn sie von ihren Eltern unterstützt werden.

B.2.3. Schülerinnen und Schüler (Kap. 10)

(10) Im Laufe der Grundschulzeit übernehmen die Kinder zunehmend mehr Verantwortung für ihr Lernen und Handeln.

(10) Die offene Ganztagsschule kann dazu beitragen, Kindern flexible Zeiträume zu eröffnen. Gleichzeitig bietet sie die Chance, die Lebenswelt der Kinder in das pädagogische Angebot einzubeziehen.

B.2.4. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung als kontinuierliche Aufgaben (Kap. 12)

(12) Schul- und Unterrichtsentwicklung bedürfen innerhalb der Schule einer Kultur der Zusammenarbeit und gegenseitigen Verantwortung. Alle Schulen stehen vor der Aufgabe, die Qualität der Bildungs- und Erziehungsarbeit, und insbesondere die Qualität des Unterrichts, kontinuierlich zu entwickeln und zu sichern.

(12) Mit den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz für den Primarbereich sowie den Richtlinien und Lehrplänen stehen den Schulen dafür klare Orientierungen über die erwarteten Ergebnisse zur Verfügung. Sie bilden gemeinsam mit dem Schulprogramm und der internen Evaluation, den Lernstandserhebungen (Vergleichsarbeiten) sowie der Qualitätsanalyse ein umfassendes System der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung.

(12.3) In regelmäßigen Abständen überprüft die Schule den Erfolg ihrer Arbeit, führt Verbesserungsmaßnahmen durch und schreibt auf dieser Grundlage das Schulprogramm fort. Das Ziel dabei ist die Weiterentwicklung der Qualität des Unterrichts und der Erziehungsarbeit sowie die Förderung der einzelnen Schülerinnen und Schüler.

(12.3) Die Qualitätsanalyse stellt den Schulen aus externer Sicht umfassende Erkenntnisse über die Qualität der schulischen Arbeit zur Verfügung und dient damit der Selbstvergewisserung der Schule, um Schwerpunkte ihrer Arbeit bestärken oder ggf. überdenken zu können.

Richtlinien unf Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen

 

B.3. Vorgaben des Runderlasses „Gebundene und offene Ganztagsschulen“

B.3.1. Ziele und Qualitätsentwicklung (Kap. 2)

(2.1) Ziel ist der Ausbau von Ganztagsschulen und außerunterrichtlichen Ganztags- und Betreuungsangeboten zu einem attraktiven, qualitativ hochwertigen und umfassenden örtlichen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der Kinder und Jugendlichen sowie der Eltern orientiert.

(2.1) Die individuelle ganzheitliche Bildung von Kindern und Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst- und Sozialkompetenzen, ihrer Fähigkeiten, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb sollen systematisch gestärkt werden. Dies soll durch eine flexible und bedarfsgerechte Mischung von verpflichtenden und freiwilligen Angeboten sichergestellt werden.

B.3.2. Merkmale von Ganztagsschulen und außerunterrichtlichen Ganztags- und Betreuungsangeboten (Kap. 3)

(3.1) Zu den Merkmalen sowohl einer gebundenen als auch einer offenen Ganztagsschule (§ 9 Abs. 1 und Abs. 3 SchulG) gehören beispielsweise:

ein verlässliches Zeitraster und eine sinnvoll rhythmisierte Verteilung von Lernzeiten auf den Vormittag und den Nachmittag, auch unter Entwicklung neuer Formen der Stundentaktung,

die Öffnung von Schule zum Sozialraum und die Zusammenarbeit mit den dort tätigen Akteuren „auf Augenhöhe“,

Förderkonzepte und –angebote für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedarfen (zum Beispiel Sprachförderung, Deutsch als Zweitsprache, Mathematik und Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Bewegungsförderung),

die Förderung der Interessen der Schülerinnen und Schüler durch zusätzliche themen- und fachbezogene oder fächerübergreifende, auch klassen- und jahrgangsstufenübergreifende Angebote und außerunterrichtliche Praktika,

zusätzliche Zugänge zum Lernen und Arbeitsgemeinschaften (zum Beispiel Kunst, Theater, Musik, Werken, Geschichtswerkstätten, naturwissenschaftliche Experimente, Sport) sowie sozialpädagogische Angebote, insbesondere im Rahmen von Projekten der Kinder- und Jugendhilfe (zum Beispiel interkulturelle, gesellschaftsspezifische, ökologische, partizipative, freizeitorientierte und offene Angebote),

Anregungen und Unterstützung beim Lösen von Aufgaben aus dem Unterricht und Eröffnung von Möglichkeiten zur Vertiefung und Erprobung des Gelernten sowie zur Entwicklung der Fähigkeit zum selbstständigen Lernen und Gestalten,

Möglichkeiten und Freiräume zum sozialen Lernen, für Selbstbildungsprozesse und für selbstbestimmte Aktivitäten,

ein angemessenes Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung mit entsprechenden Ruhe- und Erholungsphasen und von Kindern und Jugendlichen frei gestaltbaren Zeiten,

Angebote zur gesunden Lebensgestaltung, u.a. zu einer gesunden Ernährung,

vielfältige Bewegungsanreize und –angebote,

die Einbindung der Eltern sowie der Schülerinnen und Schüler in Konzeption und Durchführung der Angebote,

Unterstützungsangebote für Eltern, zum Beispiel zu Erziehungsfragen, der Beratung und Mitwirkung.

B.3.3. Infrastruktur und Organisation (Kap. 6)

(6.5) Jede Ganztagsschule entwickelt, auch unter Beteiligung der außerschulischen Kooperationspartner, ein Ganztagskonzept, das regelmäßig fortgeschrieben wird. Dieses Konzept orientiert sich an den in Nummer 3.1 beschriebenen Merkmalen und ist Teil des Schulprogramms. Über das Konzept entscheidet die Schulkonferenz (§ 65 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 6 SchulG).

(6.7) Alle beteiligten Personen und Einrichtungen sollen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Die Schulleiterin oder der Schulleiter sorgt für einen regelmäßigen und fachgerechten Austausch zwischen den Lehrkräften und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den außerunterrichtlichen Angeboten.

Erlass „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“

 

B.4. Vorgaben  des Referenzrahmen Schulqualität NRW

Die Vorgaben des Referenzrahmens Schulqualität korrespondieren mit den Anforderungen der Qualitätsanalyse NRW, die verbindliche Schulbereiche aus externer Sicht überprüft. Hinzu kommen Wahlbereiche der Schule. Für die Köllerholzschule ist die Dimension 2.11 des Referenzrahmens „Ganztag und Übermittagsbetreuung“ von besonderem Interesse, da die Schul- und Unterrichtsentwicklung ganztägig orientiert verläuft.

Hier spielt das Kriterium 2.11.1Ganztagsangebote bzw. Übermittagsbetreuung sind professionell gestaltet“ eine wesentliche Rolle. Es wird durch 11 aufschließende Aussagen charakterisiert:

  1. Schulen nutzen die Möglichkeiten des Ganztags bzw. der Übermittagsbetreuung für zusätzliche Angebote und Aktivitäten in relevanten Bereichen einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung (z. B. Bewegung, Sport, Kultur, soziales Lernen, Umgang mit Technik, Informationstechnologien und naturwissenschaftliches Experimentieren).
  2. Die Angebote vom Fachunterricht bis hin zu Angeboten im Ganztag, auch von externen
    Partnern, sind aufeinander bezogen.
  3. Übermittagsbetreuung und Ganztagsangebote werden fachkundig und professionell begleitet und durchgeführt.
  4. Die Angebote des Ganztags sind auf die Ziele des Schulprogramms ausgerichtet.
  5. Die Schule achtet in Kooperation mit außerschulischen Partnern auf eine verlässliche und
    altersgemäße Rhythmisierung des gesamten Schultages.
  6. Es gibt klare Absprachen zu Möglichkeiten der Erholung und Entspannung in entsprechend
    gestalteten Pausenzeiten.
  7. Die Schule bietet verlässliche Lernzeiten und einen verlässlichen Rahmen für die Betreuungszeit jüngerer Schülerinnen und Schüler.
  8. Für Schülerinnen und Schüler im offenen Ganztag gibt es eine Hausaufgabenbetreuung
    bzw. begleitete Lernzeiten.
  9. In Ganztagsschulen gibt es ein integriertes Konzept von Lernzeiten statt traditioneller
    Hausaufgaben.
  10. Die Schule stattet die zur Verfügung stehenden Räume für die Nutzung durch Schülerinnen und Schüler vor und nach dem Unterricht angemessen aus.
  11. Schulen mit Ganztagsangeboten nutzen die zusätzlichen Möglichkeiten, um den Bedürfnissen, Interessen und dem jeweils spezifischen Bedarf der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.

Referenzrahmen Schulqualität NRW

 

C. Verlauf des Qualitätsentwicklungsprozesses der Köllerholzschule seit Juni 2017

Download: Auszug Unterrichtskonzeption C (PDF)

C.1. Qualitätsanalyse

Der Standard unserer Schul- und Unterrichtsentwicklung bis zum Juni 2017 dient uns als tragfähige Grundlage für die weiteren qualitativen Schritte. Wie alle Schulen in NRW wird auch unsere Schule im Rahmen der externen Evaluation durch die Qualitätsanalyse NRW (QA NRW) überprüft. Diese wurde an unserer Schule zuletzt 2011 durchgeführt.

Alle wesentlichen Vorgaben und Dokumente der QA NRW wurden im Juni 2017 durch die Schulleitung und die Lehr- und Fachkräfte gesichtet und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Neuausrichtung der QA-NRW August 2017

Flyer Referenzrahmen Schulqualität NRW

Referenzrahmen Schulqualität NRW

Präsentation Referenzrahmen und Online-Unterstützungsportal NRW

Qualitätstableau NRW kompakt

Qualitätstableau NRW

Qualitätstableau NRW mit Kommentaren

Informationen zur QA MSW NRW

Ablauf der gesamten QA in der schematischen Übersicht

Ablauf der QA-Vorphase Skizze

Ablauf der QA-Hauptphase Skizze

QA-Portfolio Teil I

QA-Portfolio Teil II

QA-Reflexionsbogen Schulleitung

Präsentation zur QA für SL

Unterrichtsbeobachtungsbogen QA

Kommentar zum UBB MSW NRW

Merkmale guten Unterrichts mit Kommentar

 

C.2. Konsequenzen für die Qualitätsentwicklung der Köllerholzschule nach Sichtung der Vorgaben der Qualitätsanalyse NRW

Aus der Sichtung der QA-Vorgaben ergab sich für uns die Überlegung, alle wesentlichen schulischen Vorgaben, wie zum Beispiel die Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule, einer genauen Prüfung zu unterziehen und das jeweils Wesentliche für unsere gemeinsame Arbeit mit den Schulkindern im Sinne einer Essenz herauszuarbeiten bzw. in eine komprimierte Form zu bringen.

Ein Beispiel: Die Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule bestehen in der Druckversion aus 182 DIN-A4-Seiten. Zusammenfassungen oder Übersichten waren uns nicht bekannt und auch nach Recherche nicht auffindbar.

So entschlossen wir uns, diese Arbeit insgesamt selbst zu leisten. Dabei entsteht der entscheidende Vorteil, dass sich die Beteiligten noch einmal sehr intensiv in die Dokumente einlesen und deren Kernaussagen vor ihrer praktischen Arbeit in unserer Schule reflektieren und gedanklich einordnen.

 

D. Zusammenstellung der Vorgaben und deren Komprimierung

Download: Auszug Unterrichtskonzeption D (PDF)

D.1. Richtlinien für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen

Die Richtlinien bilden den einleitenden pädagogischen Überbau für die 9 Fachlehrpläne der Grundschule. Sie charakterisiert eine Art von pädagogischem Ethos, das „Individuelle Förderung“, „Teamorientierung“, „Vielfalt“, „Kompetenzerwerb“ und „Ganztag“ organisch miteinander verbindet. Die Richtlinien apostrophieren  den „Unterricht als Kern der schulischen Arbeit“.

Von Juni bis September 2017 wurden die 12 Kapitel der Richtlinien in kollegialen Teams von Lehr- und Fachkräften arbeitsteilig bearbeitet. Es entstand zunächst eine Präsentationsform auf Flipcharts. Diese kann für Veranstaltungen oder Vorträge in der Schule genutzt werden, zum Beispiel bei Klassenpflegschaftssitzungen, um bestimmte Themen oder Fragestellungen miteinander zu erörtern.

Die 12 Kapitel wurden in der Folge zu einem Gesamtdokument zusammengestellt, das die wesentlichen Aussagen der Richtlinien nun in komprimierter Form enthält.

Richtlinien für die Grundschule (einschließlich der Fachlehrpläne) in Originalfassung

Richtlinien für die Grundschule in komprimierter Fassung

Bei der Arbeit mit den Richtlinien in der komprimierten Form stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest, dass sich deren Aussagen viel schneller und prägnanter greifen lassen, da sie von „textlichem Ballast“ befreit, das meinen wir den Autoren gegenüber nicht despektierlich, den Blick auf das Wesentliche freigeben.

Weiterhin entdeckten wir die thematische Fokussierungs- oder Filtermöglichkeit der komprimierten Fassung. Das heißt, es ist relativ einfach, eine pädagogische Fragestellung oder Thematik beim Lesen oder Bearbeiten zu berücksichtigen und z.B. kursiv oder fett hervorzuheben. Beispielhaft seien genannt: „Zusammenarbeit mit Eltern“, „Leistungsbewertung“, „Umgang mit Vielfalt“ oder „Bedeutung des Schullebens für das Lernen“.

Richtlinien für die Grundschule in komprimierter Fassung mit dem Fokus „Kooperation von Schule und Jugendhilfe in der praktischen Grundschularbeit (hier: OGS)“

Erst durch diese beispielhafte thematisch fokussierte Bearbeitung wurde uns deutlich, dass die Möglichkeiten der Offenen Ganztagsschule viel umfangreicher und verpflichtender in den Richtlinien enthalten sind, als es uns vorher bewusst war. Die kritische Überprüfung dieses Schwerpunktes der Richtlinien mit der Realität unserer eigenen Ganztagsschulkonzipierung und Ganztagsschulpraxis verlief positiv.

 

D.2. Erlass „Gebundene  und offene Ganztagsschulen“

Die Einführung der offenen Ganztagsschulen in NRW seit 2003 gleicht einer großen Schulreform, die seit 2004 auch die Köllerholzschule erheblich verändert hat. Der Erlass benennt die Ziele und die Qualitätsmerkmale gebundener und offener Ganztagsschulen. Auch hier nutzten wir die Möglichkeit der thematischen Fokussierung oder Filterung (Herbstferien 2017).

Erlass „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“

Erlass „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“ mit dem Fokus „Kooperation von Schule und Jugendhilfe in der praktischen Grundschularbeit (hier: OGS)“

 

D.3. Zusammenfassung der 9 Fachlehrpläne mit dem Fokus „Gemeinsamkeiten und Differenzen“

Parallel zur Bearbeitung und Komprimierung der Richtlinien wurden die Fachlehrpläne unter bestimmten Fragestellungen untersucht (Juni bis September 2017). Es ging im Besonderen darum, herauszuarbeiten, welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede die 9 Pläne auszeichnen.

Fachlehrpläne gibt es für die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch, Musik, Kunst, Sport, Evangelische Religionslehre und Katholische Religionslehre.

Deutlich wurde bei der Untersuchung, dass die Kapitel 1.3 „Orientierung an Kompetenzen“ und im Besonderen 4. „Leistungen fördern und bewerten“ in großen Teilen identisch sind. Dies wird bei der Neuerstellung des kompetenzorientierten Leistungskonzeptes unserer Schule von Vorteil sein.

Die durch „ … / Ausführungen zum Fach / fachliche Ergänzungen“ gekennzeichneten Stellen enthalten in den Fachlehrplänen jeweils andere Formulierungen.

Zusammenfassung der Lehrpläne – Gemeinsamkeiten und Differenzen

 

D.4. Zusammenfassung der 9 Fachlehrpläne mit dem Fokus „Alleinstellungsmerkmale“

Die 9 Fachlehrpläne wurden in kollegialen Arbeitsgruppen auf ihre Alleinstellungsmerkmale untersucht. Mit Alleinstellungsmerkmalen bezeichnen wir die besonderen fachlichen Beiträge zum Bildungs- und Erziehungsauftrag, zum Lernen und Lehren, zu Bereichen und Schwerpunkten, zu den Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase (Klasse 2) und der Klasse 4 und zur Leistungsförderung und Leistungsbewertung. Diese Merkmale dürfen jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Sie stehen immer in fächerübergreifenden Lernzusammenhängen.

Alle 9 Fachlehrpläne formulieren die Kernthese:

„Die Lernarrangements aller Fächer müssen deshalb immer Bezüge zu den anderen Fächern aufweisen, um fachliche Kooperations- und Vernetzungsmöglichkeiten zu schaffen“.

Die Fachlehrpläne verschneiden übergeordnete thematische Fachbereiche mit verschiedenen Schwerpunkten.

Alle 9 Fachlehrpläne formulieren eine weitere Kernthese:

„Die Bereiche und ihre Schwerpunkte sind verbindlich. Sie sind aber keine Unterrichtsthemen oder Unterrichtsreihen. Sie wirken vielmehr bei der Planung und Durchführung des Unterrichts für die Gestaltung komplexer Lernsituationen integrativ zusammen“.

An dieser Stelle entsteht der zentrale fachbezogene und fächerübergreifende Auftrag, standortbezogene schuleigene Lehrpläne zu entwickeln (vgl. dazu Schulgesetz NRW § 29 Abs. 2).

Von zentraler Bedeutung sind die in den Fachlehrplänen ausgewiesenen Kompetenzerwartungen zu den übergeordneten thematischen Fachbereichen. Diese sind im Original der Fachlehrpläne jeweils als Fließtext formuliert. In unseren Überarbeitungen und Komprimierungen haben wir diese Kompetenzerwartungen aufgrund der besseren Lesbarkeit und Identifizierbarkeit in eine Aufzählungsform gebracht. Diese Aufzählungen werden in der Folge unserer Entwicklungsarbeit zentral bedeutsam für die Gestaltung der schuleigenen Lehrpläne.

Die jeweils unterhalb der übergeordneten fachlichen Kompetenzerwartungen der Fachbereiche in Form von Tabellen aufgeführten Kompetenzerwartungen für die fachlichen Schwerpunkte haben bei der Entwicklung der schuleigenen Lehrpläne die Funktion von Kriterien oder Indikatoren, anhand derer die Lernentwicklung der Kinder nachvollzogen und das Kompetenzniveau zugeordnet werden kann.

Die Fachlehrpläne befinden sich zurzeit (seit Oktober 2017) in einer zweiten Überarbeitung. Es fiel uns bei der Sichtung der Erstbearbeitungen und den damit einhergehenden Komprimierungen auf, dass die Herangehensweise der Beteiligten unterschiedlich war. Das heißt, es lag zunächst einmal im Benehmen der jeweiligen Autorinnen und Autoren, die Fokussierung auf das Wesentliche, bei aller Objektivität, aus persönlicher Sicht vorzunehmen.

Der Fachlehrplan für den Sachunterricht, der in unserer Schule als Leitfach fungiert, wurde deshalb beispielhaft überarbeitet. Dabei war es uns wichtig, die Komprimierung so vorzunehmen, dass der Anschluss an die übergeordneten Richtlinien inhaltlich und sprachlich vorhanden war. Es hat sich als sehr vorteilhaft für die Weiterarbeit herausgestellt, diese Zusammenfassung in Aufzählungsform zu verfassen.

Lehrplan Sachunterricht in komprimierter Fassung

 

D.5. Zusammenfassung der 9 Fachlehrpläne mit dem Fokus „Kompetenzerwartungen“

Parallel zum Prozess der zweiten Überarbeitung und Komprimierung der Fachlehrpläne wurden die Kompetenzerwartungen zu den übergeordneten thematischen Fachbereichen der Lehrpläne in einem Dokument gebündelt, da sie im Weiteren die Basis für die Neuerstellung der schuleigenen Lehrpläne bilden.

Am Ende der Schuleingangsphase (Klasse 2) und im Besonderen fokussierend am Ende der Klasse 4 werden von allen Schülerinnen und Schülern Kompetenzen auf dem ihnen jeweils möglichen Niveau erwartet. Die Kompetenzen entwickeln sich während der Grundschulzeit innerhalb der Bereiche und Schwerpunkte der 9 Lehrpläne in Anspruch und Differenziertheit.

Kompetenzerwartungen der 9 Lehrpläne als Zusammenfassung

 

D.6. Lehrplan Deutsch – Zusammenstellung verbindlicher Fachbegriffe, Fähigkeiten und Kenntnisse

Aufgrund ihrer großen Bedeutung für das fächerübergreifende Arbeiten haben wir die verbindlichen Fachbegriffe und die Fähigkeiten und Kenntnisse im Rechtschreiben des Fachlehrplans Deutsch in zwei Dokumenten zusammengestellt.

Vorgaben Lehrplan Deutsch – verbindliche Fachbegriffe – Klasse 1 bis 4

Vorgaben Lehrplan Deutsch – Fähigkeiten und Kenntnisse im Rechtschreiben – Klasse 1 bis 4

 

D.7. Empfehlungen für den Übergang in eine weiterführende Schule

Auf der Ebene des Schulamtes für die Stadt Bochum (Schulaufsichtsbehörde) wird daran gearbeitet, die zum Halbjahreszeugnis der Klasse 4 gehörende begründete Empfehlung für den Übergang in die Sekundarstufe I gemäß § 11 Abs. 5 des Schulgesetzes unter Einbeziehung der jeweiligen Schulkonferenz gemäß § 65 Abs. 2 Satz 15 und § 49 Abs. 2 den kompetenzorientierten Vorgaben der Richtlinien und Lehrpläne anzupassen.

Die Empfehlung wird im Entwicklungsprozess unserer Schule genauer überprüft.

Formular Schulamt für die Stadt Bochum Übergang in Klasse 5

 

D.8. Zehn Merkmale guten Unterrichts

Die von Hilbert Meyer (Was ist guter Unterricht? Cornelsen Scriptor Verlag, 2010, S.17) entwickelten Kriterien werden in der Lehrerausbildung in NRW eingesetzt. Die Qualitätsanalyse NRW setzt  diese ebenfalls als anzustrebenden Qualitätsstandard von Unterricht im Rahmen der externen Evaluation ein.

Im Rahmen unseres schulischen Qualitätsentwicklungsprozesses bedarf es einer sorgfältigen  Analyse der Ansprüche der zehn Merkmale, die in der Folge mit den Anforderungen der Vorgaben der Richtlinien und den Vorgaben der kompetenzorientierten Lehrpläne abgeglichen werden müssen.

10 Merkmale guten Unterrichts

 

D.9. Gestaltungsorientierung – Zehn Teilkompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Das Land Nordrhein-Westfalen verabschiedete am 14. Januar 2016 die Nachhaltigkeitsstrategie NRW. Nach diesem Leitbild richten die Beteiligten ihr Handeln am Leitprinzip der Nachhaltigkeit aus und treten damit für eine soziale, ökologische, ökonomische und somit eine gerechte und zukunftsfähige Entwicklung des Landes ein.

Die Köllerholzschule hat seit Mitte der 1990er-Jahre ihr Schulprofil hin zur BNE-Schule ausgebaut. Das aktuelle schulische Leitbild und die aktuellen Qualitätsziele sind darauf abgestimmt, im Besonderen auch die Ansprüche an die damit in Zusammenhang stehenden Kompetenzerwartungen an die Schülerinnen und Schüler.

Die zehn Teilkompetenzen der BNE spiele deshalb beim Lernen in unserer Schule seit vielen Jahren eine große Rolle. Sie werden im aktuellen Prozess noch einmal auf ihre Kompatibilität zu den Kompetenzerwartungen der Fachlehrpläne abgeglichen.

Der Lehrplan Sachunterricht formuliert im Bereich 2.3 „Raum, Umwelt und Mobilität“ im Schwerpunkt 4. „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“: Im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung steht dabei der Gedanke im Mittelpunkt, dass wir Verantwortung für das Leben und Überleben nachfolgender Generationen sowie von Menschen in anderen Teilen der Welt übernehmen“.

Leitbild der Köllerholzschule

Qualitätsziele der Köllerholzschule

Gestaltungsorientierung – 10 Teilkompetenzen der BNE

Nachhaltigkeitsstrategie im Umweltprogramm der Köllerholzschule

Der neue Zukunftsvertrag für die Welt BMZ 41

2030 Agenda Schema

17 Globale Entwicklungsziele Übersicht

SDGs Zusammenfassung Brot für die Welt

Nachhaltigkeitsstrategie NRW-KHS Überblick

Schulprogramm BNE Transfer 21

Orientierungshilfe Qualitätskriterien BNE-Schulen Transfer 21

 

D.10. Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen, 2016

Komprimierung der 10 Bildungsbereiche „Aktive Kinder“ in Teil C „Bildung gestalten“ im Hinblick auf die Praxis in der Elementarstufe und der Primarstufe

hier: Prinzip b „Leitidee“

Die für die Offene Ganztagsschule gemeinsam zuständigen Ministerien (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW/ Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, nach der Landtagswahl seit 2017 jeweils mit anderen Ressortzuschnitten) haben die Kindertagesstätten und Grundschulen 2016 mit den Bildungsgrundsätzen von 0 bis 10 ausgestattet. „Mehr Chancen durch Bildung von Anfang an“ ist das entsprechende Credo. Es geht im Besonderen um die Qualität der Arbeit in den Einrichtungen der Elementarstufe und der Primarstufe und deren konstruktive Zusammenarbeit in Kooperation von Jugendhilfe und Schule.

Frau Schulministerin Löhrmann formulierte dazu: „Ziel ist, die Akteure vor Ort mit den Bildungsgrundsätzen in ihrer wichtigen Arbeit mit Kindern und Erziehungsberechtigten zu unterstützen und ihnen grundlegende Orientierung für eine institutionsübergreifende Kooperation entlang der Bildungsbiografie von Kindern zu bieten“.

Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen

Wir haben die Bildungsgrundsätze genauer untersucht (November bis Dezember 2017) und festgestellt, dass sie eine ideale Ergänzung und Konkretisierung unserer Lehrpläne sind, speziell der Teil C „Bildung gestalten“. Ein entscheidender Schritt war auch hier, die Inhalte der Fließtexte in Aufzählungsform zu komprimieren.

Die 10 Bildungsbereiche:

01. Bewegung
02. Körper, Gesundheit und Ernährung
03. Sprache und Kommunikation
04. Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung
05. Musisch-ästhetische Bildung
06. Religion und Ethik
07. Mathematische Bildung
08. Naturwissenschaftlich-technische Bildung
09. Ökologische Bildung
10. Medien

Die 10 Bildungsbereiche lassen sich sowohl inhaltlich als auch von ihrer pädagogisch-didaktischen Grundhaltung ideal mit den 9 Fachlehrplänen kombinieren. Im Rahmen des Pädagogischen Tages am 27. November 2017 stellten die Lehr- und Fachkräfte fest, dass die Kompetenzerwartungen zu den übergeordneten thematischen Fachbereichen der Lehrpläne sich in den Leitideen der Bildungsgrundsätze spiegeln. In ihrer Kombination werden sie zukünftig eine zentrale Rolle für die Unterrichts- und Lernzeitentwicklung und die Unterrichts- und Lernzeitgestaltung spielen.

10 Bildungsbereiche Aktive Kinder Prinzip b Leitidee KITA -Grundschule NRW

 

D.11. Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen, 2016

Zusammenschau der 10 Bildungsbereiche „Aktive Kinder“ in Teil C „Bildung gestalten“ im Hinblick auf die Praxis in der Elementarstufe und der Primarstufe

hier: Prinzipien c, d und e

c. Bildungsmöglichkeiten

d. Leitfragen zur Unterstützung und Gestaltung von Bildungsmöglichkeiten

e. Materialien / Settings als Denkanstöße

Die Prinzipien c, d und e haben wir in einem Dokument zusammengefasst. Diese Zusammenfassung liefert viele konkrete Anregungen für die Praxis.

10 Bildungsbereiche Aktive Kinder Prinzipien c-d-e KITA -Grundschule

 

D.12. Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen, 2016

Zusammenfassung „Bildung wird im Team gestaltet – Akteure, Partnerschaft und Kooperation“ in Teil b „Bildung verantworten“

Die Qualität der Ganztagsschule basiert grundlegend auch auf der guten und professionellen Zusammenarbeit der Beteiligten, insbesondere der Lehr- und Fachkräfte. Die Bildungsgrundsätze machen dazu explizite Aussagen. Auch diese Aussagen haben wir redaktionell bearbeitet und in eine tabellarische Übersicht transformiert.

Themen:

01. Eltern und Familien sind Experten und aktive Partner (Bildungs- und Erziehungspartnerschaften) / Leitsätze
02. Die Besten für unsere Kinder – professionelle und engagierte Fach- und Lehrkräfte
03. Aspekte der Professionalität von Fach- und Lehrkräften
04. Professionelle Haltung der Fach- und Lehrkräfte gegenüber dem Kind
05. Professionelles Wissen der Fach- und Lehrkräfte
06. Professionelles Handeln der Fach- und Lehrkräfte
07. Grundorientierung der Fach- und Lehrkräfte zur Unterstützung kindlicher Bildungsprozesse
08. Aus-, Fort- und Weiterbildung der Fach- und Lehrkräfte
05. Hand in Hand – Fach- und Lehrkräfte arbeiten zusammen
10. Regionale Bildungsnetzwerke / Handlungsfelder

Bildungsgrundsätze 0-10 NRW Zusammenfassung Bildung wird im Team gestaltet

 

D.13. 23 Thesen für eine gute Ganztagsschule im Interesse der Kinder

Die „23 Thesen für eine gute Ganztagsschule im Interesse der Kinder“ haben wir keiner Komprimierung unterzogen.

Die von Lothar Krappmann und Oggi Enderlein formulierten „Thesen für eine gute Ganztagsschule im Interesse der Kinder“ basieren auf Informationen, Erfahrungen und Gedanken, die in einem Kreis von Bildungs- und Entwicklungsforschern, Sozial- und Sportwissenschaftlern, Mitgliedern von Schulverwaltungen, Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhilfe, Lehrern, Pädagogen, Psychologen, Therapeuten, Stadtentwicklern, Vertretern von Institutionen, die sich um Kinder kümmern, Frauen und Männern, diskutiert worden sind (Initiative für Große Kinder).

Initiative für große Kinder

Auch wenn die o.g. Gruppe anerkennt, dass es sich bei der Veränderung von Schule um einen Prozess handelt, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein kann, sieht sie die dringende Notwendigkeit, die Anliegen von Kindern stärker in das Bewusstsein der verantwortlichen Erwachsenen zu bringen, damit sich unsere Gesellschaft auf Dauer auf gesündere, zuversichtliche, selbstsichere, verantwortlich und sozial handelnde Bürger stützen kann. (Werkstatt Ganztägig lernen – 23 Thesen)

Krappmann und Enderlein formulieren: „Voraussetzung ist, dass die in der Schule tätigen Erwachsenen die Interessen der Kinder wahrnehmen und vertreten und dass sie ihr Handeln an den altersgemäßen Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten der Kinder orientieren mit dem Ziel, die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes in allen Bereichen individuell zu unterstützen und Schaden abzuwenden.

Kinder nehmen Erwachsene, die in der Schule tätig sind, in erster Linie als „Erwachsene“ wahr. Für sie ist es im Prinzip zweitrangig, ob es sich um Lehrer oder Erzieher, um Hausmeister, Psychologen, Helfer oder Eltern anderer Kinder handelt. Wichtiger als die Unterscheidung nach Berufsfeldern ist für ein Kind zu wissen, wofür die einzelnen Erwachsenen zuständig sind und dass die Gruppe der zuständigen Erwachsenen das „Dach“ über dem „Haus“ bilden, in dem sich das Kind geschützt und geborgen fühlt und in dem es sich frei entfalten kann. Eine Schule ist für die Bildung und Entwicklung von Mädchen und Jungen ein Gewinn, wenn diese mit „Schule“ folgende Einstellungen und Gefühle verbinden können: Hier werde ich ernst genommen, hier kann ich lernen und wachsen!“

Werkstatt Ganztägig lernen – 23 Thesen für eine gute Ganztagsschule im Interesse der Kinder

Die Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler in Schulentwicklungsprozesse spielt an der Köllerholzschule traditionell eine wichtige Rolle und ist aus einer sich immer mehr demokratisierenden Schule nicht mehr wegzudenken. Es ist außerordentlich wichtig, die Kinder verantwortungsvoll in die weitere Qualitätsentwicklung, besonders in die Unterrichtsentwicklung einzubeziehen (vgl. B.2 Schülerinnen und Schüler).

Deshalb ist es unverzichtbar, mit den Schulkindern in den kritischen Diskurs zu gehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, unsere Schule einer Bestandsaufnahme und Bewertung zu unterziehen, um die drei übergeordneten Ziele (vgl. A. Drei übergeordnete Ziele) zu erreichen und mit echtem Leben zu füllen. Eventuell entstehen dabei „Thesen für eine gute Ganztagsschule Köllerholz im Interesse der Köllerholz-Kinder“.

Die Bezirksregierung Arnsberg als obere Schulaufsichtsbehörde steuert seit Beginn  des Schuljahres 2017/18 im Rahmen der „Regionalkonferenz OGS Primarstufe“ (Bezirksregierung Arnsberg Dez. 41.1, LWL-Landesjugendamt, Serviceagentur Ganztägig lernen NRW, QUALIS NRW, Schulaufsichtsbeamtinnen und –beamte mit dem Generale OGS, Beraterinnen und Berater im Ganztag, kommunale und freie Träger der Jugendhilfe) einen neuen Qualitätsentwicklungsprozess für Offene Ganztagsschulen. Auch hier steht der „Blick auf die Qualität im Sinne der Kinder“ am Anfang aller weiteren Überlegungen und Entwicklungen.

 

D.14. Konstruktivistische Didaktik

Es ist von Wichtigkeit, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein gemeinsames Bildungsverständnis haben und ein damit einhergehendes grundlegendes lerntheoretisches Verständnis. Im kollegialen Diskurs wurde deutlich, dass die „Konstruktivistische Didaktik“ dieses gemeinsame Verständnis abbildet.

Konstruktivistische Didaktik

 

E. Gemeinsam gute Schule machen in der Praxis: Standortplan 2020

Download: Auszug Unterrichtskonzeption E (PDF)

E.1. Die Entwicklung schuleigener Lehrpläne: Kompetenzen und Leitideen

Grundlage unserer Entwicklungsarbeit sind die Kompetenzerwartungen der 9 Lehrpläne (vgl. D. 5) und die Leitideen der 10 Bildungsbereiche (vgl. D 10).

Diese Entwicklungsarbeit verläuft immer unter Beachtung dreier übergeordneter Ziele (Guter Unterricht, anregungsreiches Schulleben, attraktive Freizeitgestaltung), ausreichender Zeitressourcen (3 Jahre von 2017 bis 2020) und Nutzung wesentlicher Ergebnisse geleisteter Fokussierungs- und Komprimierungsarbeit (Identifizierung der Kompetenzen und Leitideen).

 

E.2. Kompetenzerwartungen der 9 Lehrpläne und Leitideen der 10 Bildungsbereiche

Die Kompetenzen und Leitideen werden im Folgenden aufgrund ihrer zentralen Bedeutung noch einmal dezidiert aufgeführt.

E.2.1. Kompetenzen der 9 Fächer

Am Ende der Schuleingangsphase (Klasse 2) und am Ende der Klasse 4 werden von allen Schülerinnen und Schülern Kompetenzen auf dem ihnen jeweils möglichen Niveau erwartet.

Die Kompetenzen entwickeln sich während der Grundschulzeit innerhalb der Bereiche und Schwerpunkte der 9 Lehrpläne in Anspruch und Differenziertheit.

 

Fünf Bereiche Sachunterricht

in 3.1 Natur und Leben

Die Schülerinnen und Schüler

  • nehmen Naturphänomene und Erscheinungen der belebten und unbelebten Natur mit allen Sinnen wahr,
  • entwickeln eigene Fragehaltungen und Zugänge zum Erkunden und Untersuchen,
  • entwickeln Achtung und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Lebewesen.

in 3.2 Technik und Arbeitswelt

Die Schülerinnen und Schüler

  • entwickeln ein Bewusstsein für die Bedeutung menschlicher Arbeit,
  • erkunden unterschiedliche Arbeitsbedingungen und Arbeitssituationen aus ihrer eigenen Lebenswelt und vergleichen sie miteinander,
  • nehmen Entwicklungen von Berufen wahr,
  • setzen sich mit den Chancen und Risiken von Technisierung auseinander und wägen Vor- und Nachteile ab.

in 3.3 Raum, Umwelt und Mobilität

Die Schülerinnen und Schüler

  • kennen geografische Merkmale in Nah- und Fernräumen und nutzen diese zur Orientierung,
  • entwickeln ein Bewusstsein für den Schutz von Lebensräumen,
  • verhalten sich als Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer verantwortungsbewusst und regelgerecht.

in 3.4 Mensch und Gemeinschaft

Die Schülerinnen und Schüler

  • entwickeln eine positive Haltung zu sich selbst,
  • nehmen eigene Interessen und Bedürfnisse wahr und setzen sich mit ihnen bewusst auseinander,
  • nehmen die Bedürfnisse anderer wahr und setzen sich mit ihnen bewusst auseinander,
  • beteiligen sich an der fairen Aushandlung von Interessen,
  • halten Regeln und soziale Vereinbarungen ein,
  • übernehmen Verantwortung für sich und andere,
  • informieren sich über wichtige Aufgaben und Einrichtungen des Gemeinwesens,
  • überlegen Möglichkeiten der Beteiligung.

in 3.5 Zeit und Kultur

Die Schülerinnen und Schüler

  • entwickeln ein Bewusstsein für Zeit und Zeiträume,
  • erkunden Entwicklungen und Situationen der eigenen Lebenswelt,
  • untersuchen und vergleichen Lebensgewohnheiten von Menschen anderer Zeiten und Räume,
  • begegnen Menschen und Kulturgütern aus anderen kulturellen, religiösen und ethnischen Lebenswelten mit Verständnis und Respekt,
  • nutzen Medien als Kommunikations- und Informationsmittel,
  • überprüfen Medien auf die sachgerechte Wiedergabe historischer und kultureller Aspekte.

 

Vier Bereiche Deutsch

in 3.1 Sprechen und Zuhören

Die Schülerinnen und Schüler

  • entwickeln ihre Fähigkeiten, sich verständlich, sprachlich korrekt und adressaten- und situationsgerecht auszudrücken,
  • entwickeln eine Gesprächskultur, indem sie anderen zuhören, sich an Gesprächsregeln halten sowie Meinungsunterschiede und Konflikte konstruktiv lösen,
  • erwerben beim Erzählen und im szenischen Spiel wirksame Ausdrucksmittel und lernen, diese kreativ einzusetzen.

in 3.2 Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler

  • schreiben Sachverhalte, Erfahrungen, Gedanken und Gefühle für sich und andere auf,
  • lernen, ihre jeweiligen Schreibabsichten mit Hilfe entsprechender Sprachmittel und Textmuster bewusst zu gestalten,
  • orientieren sich zunehmend an regelkonformen Schreibweisen und benutzen dazu entsprechende Strategien und geeignete Hilfsmittel.

in 3.3 Lesen – mit Texten und Medien umgehen

Die Schülerinnen und Schüler

  • entwickeln ihre Lesefähigkeiten in einer anregenden Leseumgebung,
  • erfahren die positive Funktion des Lesens im eigenen Alltag über das genießende und interessengeleitete Lesen,
  • machen Erfahrungen mit unterschiedlichen fiktionalen Texten sowie Sach- und Gebrauchstexten,
  • nutzen Lesestrategien, um das Verstehen von Texten und Medien zu intensivieren,
  • verbinden das Gelesene mit ihrem Sach- und Weltwissen.

in 3.4 Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

Die Schülerinnen und Schüler

  • untersuchen Sprache und Sprachgebrauch in konkreten Situationen und entdecken dabei Muster und Strukturen,
  • erweitern dabei ihr Wissen über Sprache,
  • lernen, dieses Wissen und die dabei gewonnenen Fähigkeiten für die bewusste Sprachproduktion anzuwenden,
  • lernen, dieses Wissen und die dabei gewonnenen Fähigkeiten für die Analyse und Erschließung von Texten anzuwenden,
  • nutzen unterstützend Beispiele aus dem Englischunterricht oder den Vergleich mit ihren Familiensprachen.

 

Acht Bereiche Mathematik

in A. Prozessbezogene Kompetenzen (4 Bereiche)

in 3.1 Problemlösen/kreativ sein

Die Schülerinnen und Schüler

  • entnehmen Problemstellungen die für die Lösung relevanten Informationen und geben Problemstellungen in eigenen Worten wieder (Erschließen),
  • probieren zunehmend systematisch und zielorientiert und nutzen die Einsicht in Zusammenhänge zur Problemlösung (Lösen),
  • überprüfen Ergebnisse auf ihre Angemessenheit, finden und korrigieren Fehler, vergleichen und bewerten verschiedene Lösungswege (Reflektieren und Überprüfen),
  • übertragen Vorgehensweisen auf ähnliche Sachverhalte (Übertragen),
  • erfinden Aufgaben und Fragestellungen, z.B. durch Variation oder Fortsetzung von gegebenen Aufgaben (Variieren und Erfinden),
  • wählen bei der Bearbeitung von Problemen geeignete mathematische Regeln, Algorithmen und Werkzeuge aus und nutzen sie der Situation angemessen, z.B. Geodreieck, Taschenrechner, Internet, Nachschlagewerke (Anwenden).

in 3.2 Modellieren

Die Schülerinnen und Schüler

  • entnehmen Sachsituationen und Sachaufgaben Informationen und unterscheiden dabei zwischen relevanten und nicht relevanten Informationen (Erfassen),
  • übersetzen Problemstellungen aus Sachsituationen in ein mathematisches Modell und lösen sie mithilfe des Modells, z.B. Gleichung, Tabelle, Zeichnung (Lösen),
  • beziehen ihr Ergebnis wieder auf die Sachsituation und prüfen es auf Plausibilität (Validieren),
  • finden zu gegebenen mathematischen Modellen passende Problemstellungen und entwickeln im Rahmen von Sachsituationen eigene Fragestellungen, z.B. in Form von Gleichungen, Tabellen oder Zeichnungen (Zuordnen).

in 3.3 Argumentieren

Die Schülerinnen und Schüler

  • stellen Vermutungen über mathematische Zusammenhänge oder Auffälligkeiten an (Vermuten),
  • testen Vermutungen anhand von Beispielen und hinterfragen, ob ihre Vermutungen, Lösungen, Aussagen, etc. zutreffend sind (Überprüfen),
  • bestätigen oder widerlegen ihre Vermutungen anhand von Beispielen und entwickeln, ausgehend von Beispielen, ansatzweise allgemeine Überlegungen oder vollziehen diese nach (Folgern),
  • erklären Beziehungen und Gesetzmäßigkeiten an Beispielen und vollziehen Begründungen anderer nach (Begründen).

in 3.4 Darstellen/Kommunizieren

Die Schülerinnen und Schüler

  • halten ihre Arbeitsergebnisse, Vorgehensweisen und Lernerfahrungen fest, z.B. im Lerntagebuch (Dokumentieren),
  • entwickeln und nutzen für die Präsentation ihrer Lösungswege, Ideen und Ergebnisse geeignete Darstellungsformen und Präsentationsmedien wie Folie oder Plakat und stellen sie nachvollziehbar dar, z.B. im Rahmen von Rechenkonferenzen (Präsentieren und Austauschen),
  • bearbeiten komplexere Aufgabenstellungen gemeinsam, treffen dabei Verabredungen und setzen eigene und fremde Standpunkte in Beziehung (Kooperieren und Kommunizieren),
  • verwenden bei der Darstellung mathematischer Sachverhalte geeignete Fachbegriffe, mathematische Zeichen und Konventionen (Fachsprache verwenden),
  • übertragen eine Darstellung in eine andere (zwischen Darstellungen wechseln).

in B. Inhaltsbezogene Kompetenzen (4 Bereiche)

in 3.5 Zahlen und Operationen

Die Schülerinnen und Schüler

in 3.6 Raum und Form

Die Schülerinnen und Schüler

in 3.7 Größen und Messen

Die Schülerinnen und Schüler

in 3.8 Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten

Die Schülerinnen und Schüler

 

Vier Bereiche Englisch

in 3.1 Kommunikation – sprachliches Handeln

Die Schülerinnen und Schüler

  • verständigen sich auf einfache Art in häufig wiederkehrenden, ihnen vertrauten Alltagssituationen der Schule und ihrer Lebenswelt auf Englisch.

in 3.2 Interkulturelles Lernen

Die Schülerinnen und Schüler

  • sammeln im Zusammenhang mit den Erfahrungsfeldern Informationen und erwerben erste Kenntnisse bezüglich der Alltagswelten, in denen Kinder in englischsprachigen Ländern leben,
  • entwickeln auf dieser Basis Aufgeschlossenheit, Verständnisbereitschaft und Toleranz.

in 3.3 Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln

Die Schülerinnen und Schüler

  • verfügen über eine verständliche Aussprache,
  • verfügen über einen hinreichend großen Wortschatz,
  • verfügen über ein verlässliches Inventar an grammatischen Strukturen,
  • werden elementaren Kommunikationsbedürfnissen in vertrauten Situationen gerecht,
  • verwenden die grammatischen Strukturen so weit korrekt, dass die Verständlichkeit gesichert ist.

in 3.4 Methoden

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen zunehmend bewusst Sprachlernstrategien und ihr Weltwissen ein,
  • wenden ein begrenztes Inventar einfacher Lern- und Arbeitstechniken für selbstständiges Lernen an,
  • wenden ein begrenztes Inventar einfacher Lern- und Arbeitstechniken für kooperatives Lernen an,
  • nutzen verschiedene Medien.

 

Drei Bereiche Musik

in 3.1 Musik machen

Die Schülerinnen und Schüler

  • drücken sich gerne musikalisch aus,
  • gehen in spielerischer Weise mit ihrer Stimme und mit Instrumenten um,
  • schaffen immer wieder neue Situationen, die zum Musizieren herausfordern,
  • gewinnen Erfahrungen und erweitern ihre musikpraktische Kompetenz.

in 3.2 Musik hören

Die Schülerinnen und Schüler

  • sind bei jeder Begegnung mit Musik zum Hinhören herausgefordert,
  • werden für vielfältige Musik offen,
  • entwickeln ihre Fähigkeit weiter, sowohl emotional als auch unterscheidend zu hören.

in 3.3 Musik umsetzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • erleben Musik ganzheitlich,
  • werden von Musik angesprochen, indem sie ihre Freude an der Bewegung und mimisch-gestischer Darstellung weckt,
  • verkörpern Wesensmerkmale des Gehörten und erweitern damit ihr Repertoire an Ausdrucksmitteln,
  • erfahren Musik in neuer Weise aus der Perspektive von Nachbarkünsten.

 

Sieben Bereiche Kunst

in 3.1 Räumliches Gestalten

Die Schülerinnen und Schüler

  • entwickeln Gestaltungstechniken des Plastizierens, Bauens und Konstruierens,
  • lernen unterschiedliche Materialien und Werkzeuge kennen,
  • erkunden, erproben und realisieren Raum verändernde und Raum gestaltende Verfahren.

in 3.2 Farbiges Gestalten

Die Schülerinnen und Schüler

  • experimentieren mit Farben und ihren Wirkungen,
  • erschließen sich in der experimentellen und erforschenden Auseinandersetzung mit Materialien und Wirkungen die Welt der Farben,
  • lernen erste Mischgesetze kennen,
  • entwickeln eigene Gestaltungen.

in 3.3 Grafisches Gestalten

Die Schülerinnen und Schüler

  • erproben unterschiedliche grafische Darstellungsverfahren,
  • entdecken in ihrem Umfeld in Gestaltungen grafische Muster und erproben sie in unterschiedlichen Gestaltungskontexten,
  • nutzen ihre grafischen Fähigkeiten und erprobte Techniken zum Erzählen, zur Entwicklung von Zeichen und zum Schmücken.

in 3.4 Textiles Gestalten

Die Schülerinnen und Schüler

  • erleben und reflektieren Textiles als kulturell bedingt,
  • erleben und reflektieren textiles Material als gestaltbar,
  • erweitern ihr technisches Können und ästhetisches Empfinden im experimentellen und zielgerichteten Gestalten.

in 3.5 Gestalten mit technisch-visuellen Medien

Die Schülerinnen und Schüler

  • erproben die gestalterischen Möglichkeiten technisch-visueller Medien,
  • analysieren Aspekte der Bildsprache technisch-visueller Medien,
  • nutzen die Bildsprache technisch-visueller Medien für die Gestaltung von Bildern, Texten, Dokumentationen und Präsentationen.

in 3.6 Szenisches Gestalten

Die Schülerinnen und Schüler

  • entwickeln szenische Spielsituationen,
  • spielen Rollen und gestalten diese wirkungsbezogen aus,
  • spielen Rollen und finden dabei Ausdrucksmöglichkeiten für sich selbst, für Kostüme, Gegenstände und Räume,
  • nutzen im szenischen Gestalten sinnvolle inhaltliche Bezüge zu anderen Fächern.

in 3.7 Auseinandersetzung mit Bildern und Objekten

Die Schülerinnen und Schüler

  • vertiefen durch die Begegnung mit Bildern und Objekten ihre eigenen ästhetischen Erfahrungen, Eindrücke und Erkenntnisse,
  • nutzen in der Begegnung mit der Vielfalt künstlerischer Objekte Chancen zur Selbstbestimmung, zum Üben von Toleranz und zur Weltorientierung.

 

Neun Bereiche Sport

in 3.1 Den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen

Die Schülerinnen und Schüler

  • nehmen sich selbst und ihren Körper wahr,
  • entwickeln Verständnis für ein funktionell richtiges Bewegen,
  • erfahren und begreifen die Veränderbarkeit ihrer koordinativen und konditionellen Möglichkeiten,
  • gewinnen Bewegungssicherheit in vielfältigen alltäglichen Bewegungsgrundformen.

in 3.2 Das Spielen entdecken und Spielräume nutzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • erfahren und begreifen, dass sie selbst Spielgelegenheiten entdecken, Spiele entwickeln und gestalten können,
  • treffen notwendige Spielvereinbarungen mit dem Ziel, alle in die Spielhandlung einzubeziehen,
  • sammeln vielfältige leibliche, soziale und materiale Erfahrungen.

in 3.3 Laufen, Springen, Werfen – Leichtathletik

Die Schülerinnen und Schüler

  • erfahren Laufen, Springen und Werfen als vielfältige Grundformen der Bewegung,
  • erweitern ihr Bewegungskönnen,
  • erlernen elementare leichtathletische Bewegungsformen,
  • stellen sich Leistungsanforderungen und setzen sich kritisch damit auseinander,
  • erfahren ihre Leistungsmöglichkeiten und –grenzen sowie deren Veränderbarkeit durch Üben.

in 3.4 Bewegen im Wasser – Schwimmen

Die Schülerinnen und Schüler

  • erschließen sich über vielfältige Bewegungsaktivitäten das Element Wasser,
  • erleben sich und ihren Körper in diesem Bewegungsraum,
  • lernen schwimmen,
  • erwerben elementare Kenntnisse über Risiken und Gefahren.

in 3.5 Bewegen an Geräten – Turnen

Die Schülerinnen und Schüler

  • stellen sich vielfältigen Anforderungen an Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer,
  • nehmen sich in ungewöhnlichen Raumlagen und Gerätekonstellationen wahr,
  • lernen turnerische Fertigkeiten,
  • lernen akrobatische Kunststücke,
  • setzen sich dabei mit Risiken und Ängsten auseinander,
  • machen im gemeinsamen Turnen und beim gegenseitigen Helfen wichtige soziale Erfahrungen.

in 3.6 Gestalten, Tanzen, Darstellen – Gymnastik/Tanz, Bewegungskünste

Die Schülerinnen und Schüler

  • entdecken spielerisch-explorativ die Vielfalt von Bewegungsmöglichkeiten,
  • verbessern ihre Bewegungsabläufe durch Üben,
  • entwickeln ihre Bewegungsabläufe gestalterisch weiter,
  • öffnen sich für Improvisationen und Präsentationen in der Kombination von Bewegung, Rhythmus und Musik allein und mit anderen.

in 3.7 Spielen in und mit Regelstrukturen – Sportspiele

Die Schülerinnen und Schüler

  • erwerben grundlegende technische, taktische, koordinative und soziale Grundlagen, um handlungstragend an regelgeleiteten Spielen teilnehmen zu können,
  • spielen so, dass alle Kinder mitspielen können,
  • spielen so, dass alle Kinder gern spielen,
  • folgen dem Prinzip des Fair-Spielens,
  • halten Spielregeln ein und verändern sie bei Bedarf situationsgerecht.

in 3.8 Gleiten, Fahren, Rollen – Rollsport/Bootssport/Wintersport

Die Schülerinnen und Schüler

  • machen im Gleiten, Fahren oder Rollen Erfahrungen mit dem dynamischen Gleichgewicht bei schnellen Fortbewegungen,
  • entwickeln ihr Bewegungskönnen,
  • erschließen sich außerschulische Bewegungsräume,
  • setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander,
  • lernen, mit Wagnis und Risiko verantwortungsbewusst umzugehen.

in 3.9 Ringen und Kämpfen – Zweikampfsport

Die Schülerinnen und Schüler

  • erproben ihre Kräfte in unterschiedlichen Formen spielerisch-kämpferischer Auseinandersetzung,
  • erweitern ihre körperliche Leistungsfähigkeit,
  • werden sich eines verantwortlichen Mit- und Gegeneinanders bewusst,
  • lernen, fair miteinander zu kämpfen.

 

Sechs Bereiche Evangelische Religionslehre

in 3.1 Miteinander leben

Die Schülerinnen und Schüler

  • finden Antworten auf ihre Fragen nach gelingender Gemeinschaft in Familie, Schule, Kirchengemeinde,
  • finden Antworten auf ihre Fragen nach gelingender Gemeinschaft mit Menschen aus anderen Kulturkreisen.

in 3.2 Wir leben in Gottes Schöpfung

Die Schülerinnen und Schüler

  • finden Antworten auf ihre Fragen nach der Entstehung der Welt,
  • finden Antworten auf ihre Fragen nach der Bedrohung der Mitwelt,
  • finden Antworten auf ihre Fragen nach verantwortlichem Handeln in der von Gott geschenkten Schöpfung.

in 3.3 Gott begleitet auf dem Lebensweg

Die Schülerinnen und Schüler

  • finden Antworten auf ihre Fragen nach Orientierung für ihr Leben,
  • finden Antworten auf ihre Fragen nach Gottes verlässlicher Begleitung, auch in Situationen von Angst und Bedrohung.

in 3.4 Gott sucht den Menschen, Menschen suchen Gott

Die Schülerinnen und Schüler

  • finden Antworten auf ihre Fragen nach der Ansprechbarkeit Gottes,
  • finden Antworten auf ihre Fragen nach der Gerechtigkeit Gottes,
  • finden Antworten auf ihre Fragen nach der Nähe Gottes zu den Menschen.

in 3.5 Jesus lebt und verkündet das Gottesreich

Die Schülerinnen und Schüler

  • finden Antworten auf ihre Fragen nach Maßstäben und Vorbildern für ihr eigenes Handeln.

in 3.6 Jesus Christus begegnen

Die Schülerinnen und Schüler

  • finden Antworten auf ihre Fragen im Spannungsfeld zwischen der Sehnsucht nach erfülltem Leben und der Endlichkeit menschlichen Lebens.

 

Fünf Bereiche Katholische Religionslehre

in 3.1 Ich, die anderen, die Welt und Gott

Die Schülerinnen und Schüler

  • nehmen die Welt immer bewusster wahr,
  • denken über sich und ihr Zusammenleben in der Familie und mit anderen nach,
  • fragen nach Herkunft und Zukunft,
  • fragen nach dem Sinn des Lebens und nach seiner Bedeutung,
  • lernen, große Fragen zu stellen und zu vertiefen,
  • bedenken Antworten aus der Bibel und der Tradition christlicher Überlieferung.

in 3.2 Religion und Glauben im Leben der Menschen

Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen Zeichen, Bilder und Symbole kennen,
  • deuten Bilder, Zeichen und Symbole in ihrer religiösen Sprach- und Ausdruckskraft,
  • entdecken gottesdienstliche Elemente, liturgische Rituale und Gebetsformen,
  • verstehen Gebet und Feier als Gespräch mit Gott,
  • begegnen anderen Religionen und ihren Ritualen mit Respekt,
  • fühlen sich weltweit verbunden mit allen Menschen, die an Gott glauben.

in 3.3 Das Wort Gottes und das Heilshandeln Jesu Christi in den biblischen Überlieferungen

Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen die Bibel als Heilige Schrift und als Buch der Christen kennen,
  • lernen im Alten Testament die Geschichte Gottes mit dem Volk Israel kennen und deuten,
  • erfahren im Neuen Testament das Heilshandeln Jesu, seinen Tod und seine Auferstehung,
  • stellen in der Auseinandersetzung mit den biblischen Texten Bezüge zu ihrer Lebenssituation her.

in 3.4 Leben und Glauben in Gemeinde und Kirche

Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen Kirche in ihrer umfassenden Bedeutung kennen,
  • erkunden den Kirchenraum und verstehen und deuten die Innengestaltung,
  • erfahren Kirche als Ort der liturgischen Feier von gläubigen Menschen,
  • gestalten Elemente gottesdienstlicher Feiern,
  • deuten die Feste des Kirchenjahres im biblischen und traditionellen Zusammenhang,
  • begegnen Menschen, die den Auftrag der Kirche zur Diakonie umsetzen.

in 3.5 Maßstäbe christlichen Lebens

Die Schülerinnen und Schüler

  • erkennen die Bedeutung von Regeln und Geboten für sich und das Zusammenleben mit anderen,
  • erfahren darin Orientierungshilfe und übernehmen zunehmend Verantwortung für sich und das Zusammenleben,
  • erfahren an ausgewählten biblischen Texten die befreiende Botschaft von der Vergebungsbereitschaft Gottes und der Zuwendung Jesu,
  • lernen Menschen kennen, die in besonderer Weise nach dieser Botschaft gelebt haben (Heilige).

Kompetenzerwartungen der 9 Lehrpläne als komprimierte Zusammenfassung

 

E.2.2. Leitideen der 10 Bildungsbereiche

Fünf Leitideen im Bereich 1: Bewegung

Leitidee:

  • Bewegung ist für Kinder Erforschung und Begreifen der Welt.
  • Bewegung ist für Kinder gleichzeitig Sinneserfahrung, Ausdruck für Gefühle, Kommunikation, Mobilität, Selbstbestätigung, Herausforderung und Lebensfreude.
  • Dies erfordert eine adäquate Umgebung.
  • Die Kinder entwickeln im sportlichen Spiel Teamgeist und Fairness.
  • Hier entsteht die lebenslange Motivation zu sportlicher Betätigung, die dem Wohlbefinden und der Gesundheit dienlich ist.

 

Fünf Leitideen im Bereich 2:  Körper, Gesundheit und Ernährung

Leitidee:

  • Ausgehend vom eigenen Körper mit seinen Empfindungen und Wahrnehmungen entwickeln Kinder ein Selbstbild.
  • Hohes Maß an Sinneserfahrungen fördert Selbstwirksamkeit, Identität, Selbstbewusstsein und Geschlechtsbewusstsein.
  • Gesundheit und Ernährung sind für Kinder von existentiellem Interesse.
  • Essen und Trinken dienen dem kindlichen Wohlbefinden.
  • Kinder erleben sich beim Kochen und in der Hauswirtschaft als handlungsfähig und kompetent.

 

Fünf Leitideen im Bereich 3: Sprache und Kommunikation

Leitidee:

  • Sprachfunktionen sind Mitteilung, Verständigung und Bedürfnisausdruck.
  • Sprachfunktionen sind weiterhin Kommunikation, Interaktion, Erfahrungsaustausch und Beziehungsgestaltung.
  • Im Alltag der Kinder werden vielfältige Situationen als Anreiz für aktive Sprachentwicklung genutzt, um eine hohe Kultur der Beteiligung und Gestaltung zu entwickeln.
  • Literacy ist wesentlicher Baustein frühkindlicher (Sprach-) Bildung.
  • Die phonologische Bewusstheit ist zentraler Baustein des Schriftspracherwerbs.

 

Fünf Leitideen im Bereich 4: Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

Leitidee:

  • Selbstvertrauen ist Grundvoraussetzung für Offenheit und Toleranz und fördert Persönlichkeit und Identität der Kinder.
  • Kinder erleben Vielfalt als Normalität und Bereicherung.
  • Kinder erlernen die geltenden Grundrechte in der Auseinandersetzung mit Meinungen und Haltungen.
  • Kinder sammeln Wissen über fremde Kulturen und die eigene Kultur und erleben diese praktisch über Schrift, Sprache, Religion, Kultur und verschiedene Formen der Familien und des Zusammenlebens.
  • Kinder erkennen Möglichkeiten der Interessensvermittlung und finden Konfliktlösungsmöglichkeiten.

 

Fünf Leitideen im Bereich 5: Musisch-ästhetische Bildung

Leitidee:

  • Kinder entwickeln sich durch aktive und kreative Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt „aus erster Hand“.
  • Sinnliche Wahrnehmungen und Erlebnisse fördern die Kreativität und Fantasie der Kinder.
  • Sinnliche Wahrnehmungen und Erlebnisse fördern weiterhin innere Bilder und damit die Aneignung von Welt.
  • Kinder gestalten, musizieren, singen, spielen frei, tanzen, bewegen sich, spielen in Rollen und finden darin vielfältige Möglichkeiten sinnlicher Anregungen, um innere Bilder auszudrücken.
  • Dafür benötigen Kinder Freiheit, Raum, Zeit, Spielpartner und Material, um in der Musik und Kunst Emotionen und Stimmungen zu erleben, auszudrücken und zu verarbeiten.

 

Fünf Leitideen im Bereich 6: Religion und Ethik

Leitidee:

  • Kinder sind sehr an religiösen Geschichten, Erzählungen, Liedern, Festen, Symbolen und Ritualen interessiert.
  • Kinder sind weiterhin fasziniert von allem Lebendigen, aber auch von der Frage nach Sterben und Tod und der Frage danach, woher sie kommen.
  • Kinder sind existentiell angewiesen auf Zuneigung, Annahme und Liebe.
  • Spirituelle Erfahrungen öffnen Kindern Wege in ihre Religion oder Weltanschauung und geben ihnen innere Stärke.
  • Die Religionen formulieren Werte und Normen für die Kinder, die ihnen Halt und Orientierung geben.

 

5 Leitideen im Bereich 7: Mathematische Bildung

Leitidee:

  • Kinder erleben Mathematik in interessanten und bedeutsamen Zusammenhängen.
  • Im (gemeinsamen) Forschen, Entdecken und Experimentieren mathematisieren sie ihre Umwelt.
  • Kinder erforschen mathematische Sachverhalte und lösen Fragestellungen und Probleme mit Hilfe der Mathematik und nutzen dabei Bezüge zu anderen Bereichen (Musik, Sport, Naturwissenschaft und Technik).
  • Auf der Grundlage des praktischen Tuns gelangen sie vom Konkreten zum Abstrakten und setzen sich mit den Grundideen der Mathematik auseinander (Zahl, Form, Muster, Teil vom Ganzen, Symmetrie).
  • Die Sprache bietet den Kindern die Basis für mathematisches Denken.

 

Fünf Leitideen im Bereich 8: Naturwissenschaftlich-technische Bildung

Leitidee:

  • Auf der Grundlage originärer Begegnungen mit der Natur und Naturvorgängen entdecken Kinder Zusammenhänge, verstehen diese und stellen sie in Ordnungszusammenhänge.
  • Kinder staunen, fragen, experimentieren und suchen Lösungen.
  • Kinder entwickeln eigene Strategien, indem sie angebotene Methoden und Problemlösungshilfen nutzen.
  • Sie übernehmen Verantwortung für den Umgang mit der Natur und entwickeln positive Haltungen gegenüber der Naturwissenschaft und Technik.
  • Sie setzen sich mit Materialien, Werkzeugen und technischen Vorgängen auseinander und nutzen sie für Lösungen und kreative Tätigkeiten.

 

Fünf Leitideen im Bereich 9: Ökologische Bildung

Leitidee:

  • Kinder lieben und bewundern die Natur und Umwelt.
  • Kinder möchten das, was sie lieben, schützen.
  • Kinder führen länger angelegte Projekte, Experimente oder Untersuchungen durch und werden dabei von Erwachsenen unterstützt und ermutigt.
  • In der Auseinandersetzung mit Natur und Umwelt erweitern Kinder ihr Weltwissen.
  • Die ökologische Bildung steht in engem Zusammenhang mit allen anderen Bildungsbereichen.

 

Fünf Leitideen im Bereich 10: Medien

Leitidee:

  • Kinder nutzen das kommunikative Angebot der Medien.
  • Kinder nutzen weiterhin Medien kommunikativ, spielerisch, produzierend und veröffentlichend als Teil ihrer Alltagskommunikation.
  • Medien stehen nicht im Mittelpunkt, sondern Kinder in lernender, sozialer oder gestaltender Beziehung zu diesen.
  • Bildungsinstitutionen gewährleisten den Erwerb von Medienkompetenz im Rahmen ihrer Erziehungsverantwortung.
  • Fach- und Lehrkräfte bieten Kindern Methoden der Verarbeitung von Medienerlebnissen an.

10 Bildungsbereiche Aktive Kinder Prinzip b Leitidee KITA -Grundschule NRW als komprimierte Zusammenfassung

 

E.3. Die Entwicklung schuleigener Lehrpläne: Unterrichtsvorhaben, Lernszenarien, Unterrichtsarrangements und Themenfindung

E.3.1. Vom pädagogisch-didaktischen Dreiklang zum Zweiklang – ganztägige Bildung

Den Anspruch der Richtlinien „Der Unterricht ist der Kern der schulischen Arbeit“ beachten wir im Rahmen ganztägiger Bildung im Sinne der Veränderung vom Dreiklang (Unterricht, Lernzeit und Freizeit) hin zum Zweiklang (Lernzeit und Freizeit).

Hier lohnt sich ein Blick in das Themenheft „Schule ist meine Welt – Ganztagsschule aus Sicht der Kinder“ von Diplompsychologin Oggi Enderlein in der Publikationsreihe der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Rahmen von „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“.

Themenheft „Schule ist meine Welt – Ganztagsschule aus Sicht der Kinder“

Drei Gedanken aus dem Themenheft:

  1. Bietet die Ganztagsschule den Kindern mehr oder weniger Lebensqualität? Es kommt darauf an, was man daraus macht!
  2. Von der geschlossenen Lernanstalt zur offenen, entwicklungsfördernden, bildenden Lebenswelt: Es geht um den Paradigmenwechsel, weg von der Frage „Wie muss ein Kind sein, damit es der Schule gerecht wird?“ hin zu der Frage „Wie muss die Schule sein, damit sie dem Kind gerecht wird?“.
  3. Das System Schule ist aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen Modell für eine Staats- oder Gesellschaftsordnung. Die Art und Weise, wie Schule als System und wie Lehr- und Fachkräfte als Personen mit Kindern und Jugendlichen umgehen, ist Maßstab und Vorbild. Schülerinnen und Schüler werden sich später im Umgang mit ihren Kindern, Schülern, Auszubildenden, Angestellten, Untergebenen, Mitarbeitern und Kollegen unbewusst an den Umgangsformen orientieren, die sie als junge Menschen, vor allem in der Schule, erfahren haben.

E.3.2. Die Entwicklung komplexer Unterrichtsvorhaben, Lernszenarien und Unterrichtsarrangements

Die Entwicklung komplexer Unterrichtsvorhaben, Lernszenarien oder Unterrichtsarrangements ist eine wesentliche Vorgabe der kompetenzorientierten Lehrpläne und der Leitideen der Bildungsgrundsätze. Dabei steht die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. Ergänzt werden muss diese Fokussierung, das formulieren die Vorgaben auch, durch die Entwicklung kompetenten Arbeitens in Teams.

Dies bedarf aber nicht nur des Blicks auf die Schulkinder, sondern auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule (vgl. A Qualitätsentwicklungsprozess). Diese sind Vorbilder für die Schulkinder (vgl. Richtlinien für die Grundschule in NRW, Kap. 8). Ihr pädagogisches Wirken, besonders das der Lehrkräfte, auch beim Arbeiten in den Erwachsenenteams, muss von daher ebenfalls geprägt sein durch eine gute Mischung des Arbeitens in pädagogischer Freiheit (vgl. Schulgesetz NRW § 29 und § 57 / Allgemeine Dienstordnung § 5 / Richtlinien für die Grundschule in NRW, Kap. 8) und in pädagogisch-didaktischen Kooperations- und Abstimmungsprozessen.

E.3.3. Ausbildung fachbezogener Kompetenzen

Den Lebensweltbezug der fachbezogenen Kompetenzen fokussieren die Fachlehrpläne so: Schülerinnen und Schüler haben fachbezogene Kompetenzen ausgebildet, wenn sie zur Bewältigung einer Situation vorhandene Fähigkeiten nutzen, dabei auf vorhandenes Wissen zurückgreifen und sich benötigtes Wissen beschaffen, sie die zentralen Fragestellungen eines Lerngebietes verstanden haben und angemessene Lösungswege wählen, sie bei ihren Handlungen auf verfügbare Fertigkeiten zurückgreifen und ihre bisher gesammelten Erfahrungen in ihre Handlungen mit einbeziehen (vgl. Lehrpläne, Kap. 1.3).

E.3.4. Organisationskompetenz der lernenden Gemeinschaft

Unterrichtsvorhaben, Lernszenarien und Unterrichtsarrangements, das muss im Entwicklungsprozess unserer Schule klar sein und erfordert große Organisationskompetenz, müssen auf unterschiedlichen Ebenen im Miteinander von Lehr- und Fachkräften, ehrenamtlich Tätigen, mitwirkenden Eltern, außerschulischen Partnern und im Besonderen Schülerinnen und Schülern konzipiert werden. Das sind die Ebenen der ganzen Schule, der Jahrgänge, der Klassen, der Gruppen, der Partnerinnen und Partner und der einzelnen Personen.

E.3.5. Themenfindung: Lebenswelt und Alltagserfahrungen

Die thematische Füllung der Vorhaben, Szenarien und Arrangements vollzieht sich, das ist von besonders hohem Stellenwert, immer vor dem Hintergrund der Lebenswelt und der Alltagserfahrungen der Kinder (vgl. Richtlinien für die Grundschule in NRW, Kap. 4.1). Das heißt, schulische Themen oder Unterrichtsthemen müssen für die Kinder von Bedeutung, also echt sein.

4 mal 2 übergreifende Kompetenzen sichern dabei die Anwendung erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten: Wahrnehmen und Kommunizieren, Analysieren und Reflektieren, Strukturieren und Darstellen, Transferieren und Anwenden.

Der Kompetenzerwerb vollzieht sich somit auf der Basis selbstgewählter Themen. Auch das stellt hohe Ansprüche an die Organisationsfähigkeit der ganzen Schule, aber auch an das Zutrauen der erwachsenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die ihnen anvertrauten Kinder. Vorbilder finden wir in diesem Zusammenhang in der jahrzehntelangen Arbeit der Kinder- und Jugendverbände, die in echter Projektarbeit den Kindern und Jugendlichen die Themenfindung grundsätzlich überlassen. Hier bietet uns die Ganztagsschule mit ihren Anteilen der Jugendhilfe in der Schule ideale Möglichkeiten.

Wie identifizieren wir nun die Themenwünsche unserer jungen Schulkinder? Nichts leichter als das! Täglich sprudeln viele Kinder bei ihrer Ankunft über und berichten von Erlebnissen und Vorkommnissen des Vortages, vom Wochenende oder aus den Ferien. In jedem Erzählkreis morgens in den Klassen ist Zeit dafür, die Themen in ritualisierter und geordneter Art und Weise zu identifizieren, zu besprechen, wertzuschätzen und für die weitere Arbeitsorganisation zu nutzen.

„Forschungsaufträge“ sind dazu passende Klassiker und gehen oft aus diesen gemeinsamen Besprechungsrunden hervor. Das heißt, das Kind oder eine Gruppe von Kindern vereinbart mit der Lehrerin oder dem Lehrer ein zu bearbeitendes Thema, legt gemeinsam Dauer und Zeiten für die Forschung fest und bespricht Formen der Mediennutzung und der Präsentation.

Forschungsaufträge

Durch die längere Verweildauer in der Ganztagsschule und die Erweiterung in Lern- und Freizeitbereiche werden nun auch Themen in die Schule getragen, die früher eher in der Freizeit oder in der Familie zuhause eine Rolle spielten. Hier gilt es aufmerksam zu sein für Themen der Kinder, auch in der ganztägigen Kommunikation zwischen Lehr- und Fachkräften und den weiteren Beteiligten. In den Themen drücken sich oftmals die Freuden, aber auch die Sorgen und Nöte des Kinderalltags aus. Die Kinderkonferenz und die Klassenräte in unserer Schule können hier eine wichtige Rolle spielen. Partizipation und Demokratisierung sind Qualitätsaspekte aller übergeordneten Vorgaben (vgl. Richtlinien für die Grundschule in NRW, Kap. 2).

E.3.6. Die Bedeutung wiederkehrender Abläufe und Rituale für die Lebensweltorientierung

Kinder brauchen, Erwachsene auch, Halt und Orientierung in ihrem Leben, wiederkehrende Abläufe und Rituale und im Besonderen zeitliche Orientierung. Dies lässt sich für die notwendige Findung oder Identifizierung von Themen nutzen. Hier ist es sinnvoll, wiederkehrende Verläufe wieder stärker in das Bewusstsein der Qualitätsentwicklung und in das wirklich erlebbare Schul- und Unterrichtsleben aufzunehmen.

Kalenderjahr, meteorologischer Kalender, natürlicher Jahreslauf, Jahreszeiten und Jahreszeitenbeginn, Schulgartenjahr, Kirchenjahr, Festzeiten und Festtage, religiöse Festzeiten und Festtage können den erlebbaren Rhythmus unserer Schule bestimmen und bereichern. Das Erntedankfest, der Kreuzweg im Schulgarten, die Weihnachtskrippe im Gartenhaus oder die Beteiligung am Brauchtum der Heiligen Drei Könige in Abstimmung mit der Kirchengemeinde seien in diesem Zusammenhang genannt. Das Schuljahres- oder Jahresmotto spielt eine wichtige Rolle.

Die gemeinsame Gestaltung und Pflege von Schulhaus, Schulräumen, Schulgelände und Schulgarten und die damit verbundenen Dienste und Patenschaften liefern anspruchsvolle Themen, genauso wie die Übernahme von Patenschaften für jüngere Kinder durch schon ältere Kinder mit Schulerfahrungen.

E.3.7. Öffnung von Schule

Die Öffnung der Schule, das Hinausgehen in das unmittelbare oder erweiterte Umfeld der Schule und damit das Erleben von Nah- und Fernräumen (vgl. Lehrplan Sachunterricht), das Aufsuchen außerschulischer Lernorte macht Kindern große Freude und birgt viele interessante Themen. „Geht raus und macht Sachen!“ formulierten die Reformpädagogen. Das Hinausgehen dient der sachorientierten, lebensweltorientierten und kulturellen Bildung. Das Hinausgehen kann aber auch die sportliche Betätigung auf dem Schulgelände oder im Schulumfeld, die Wanderung in den Schulwald oder zur Ruhr sein.

E.3.8. Standortqualität

Der herausragende Lernort unserer Schule, der Schulgarten mit seinen Lernstationen und Erlebnismöglichkeiten ist der Themenlieferant par excellence, also in reinster Ausprägung und beliebt bei Jung und Alt. Was man nicht alles am Teich, an der Wetterstation, am Bienenhaus erforschen kann, oftmals ganz selbstständig und eigenbestimmt! Die Klassenobstbäume müssen gehegt und gepflegt werden. Patenschaften für Gartenbereiche zu übernehmen ist einfach toll!

E.3.9. Entsprechung in Kompetenz- und Leitideeorientierung

All das findet seine Entsprechung in den Kompetenzen der Lehrpläne und in den Leitideen der Bildungsbereiche. Wir haben ideale Grundlagen und Möglichkeiten. Daran haben wir seit 25 Jahren gemeinsam gearbeitet und vieles, auch sichtbar, gestaltet. Wir sollten dies konzertiert und freudig nutzen. Lasst die Kinder machen! Lasst uns gemeinsam mit ihnen leben und lernen! Hier liegt die große Chance unseres Qualitätsentwicklungsprozesses.

E.3.10. Verbindlichkeit der Themenfindung

Bei aller Offenheit der individuellen Lernprozesse und der pädagogischen Freiheiten von Kindern und Erwachsenen, also der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bedarf es der Klarheit und der Verbindlichkeit bei der Festlegung und Nutzung von Themen in schuleigenen Lernszenarien und den damit verbundenen Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler.

Diese Verbindlichkeit kann im Weiteren erzielt werden, wenn alle Beteiligten im Sinne der schulspezifischen curricularen Festschreibungen wissen, in welchem Maß sie bei der Themenfindung und Themenfestlegung frei agieren können und in welchem Maß sie in diesen Zusammenhängen zum Beispiel teamorientierte, klassenbezogene oder schulübergreifende Absprachen und Festlegungen beachten müssen.

E.3.11. Dokumentation von Lernprozessen und Lernergebnissen, Mediennutzung , Lehr- und Lernmittel

Für Werke, Gewerke und gemeinsame Werktätigkeiten, sprich Produkte auf den verschiedenen Ebenen bedarf es der Dokumentation. Für die Dokumentation durch die Schulkinder gibt es Möglichkeiten. Die Richtlinien und Lehrpläne äußern sich dazu explizit und empfehlen die Nutzung von Lerntagebüchern und Portfolios.

Die an unserer Schule vorhandenen analogen und digitalen Materialien sollen noch einmal gesichtet, gebündelt und in eine wünschenswerte Form gebracht werden. Die vorhandenen Lehr- und Lernmittel sollen ebenfalls einer kritischen Überprüfung unterzogen werden mit der Fragestellung, ob sie für den Qualitätsentwicklungsprozess in der Passgenauigkeit weiterhin geeignet sind oder nicht.

Am Ende der Grundschulzeit sollte ein jedes Köllerholzschulkind sein Köllerholzportfolio nicht nur im übertragenen Sinn „unter dem Arm tragen“, gefüllt mit seinen besten und schönsten Arbeitsergebnissen, Schulsachen und Produkten, seinem persönlichen Leistungsnachweis sozusagen.

E.3.12. Digitales Portfolio und Lerntagebuch

Erwähnenswert sind an dieser Stelle die Möglichkeiten unseres besonderen Schülermagazins Hexenpost. Zum einen bietet es den Kindern die Möglichkeit, über Interessantes rund um unsere Schule zu berichten. Zum anderen enthält es Rubriken, die bereits auf den Qualitätsentwicklungsprozess abgestimmt sind und das verbindliche Medienkonzept unserer Schule organisch mitentwickeln.

Besonders genannt seien die Bereiche „Klassenwerkstatt“ und „Forschungsaufträge“, die Kindern, Kindergruppen und Klassen Themen- und Arbeitsmöglichkeiten bieten, zum Beispiel „Tiere, Pflanzen und Lebensräume des Jahres“. Das Schülermagazin bietet im Besonderen aber auch die Möglichkeit für die Kinder, dieses Medium als digitales Portfolio oder Lerntagebuch zu nutzen. Schließlich bietet es im Bereich „Tolle Seiten im Internet“ Recherchemöglichkeiten mit von uns geprüften Internetseiten, Lexika und Kindersuchmaschinen, die in Lern- und Freizeiten, auch von zuhause aus, genutzt werden können.

Schülermagazin Hexenpost

E.3.13. Leistungskonzept

Das verbindliche Leistungskonzept unserer Schule muss innerhalb unseres Qualitätsentwicklungsprozesses neu geschrieben werden. Alle Beteiligten, zuerst die Kinder, müssen wissen, was von ihnen erwartet wird und in welcher Form, durch wen und mit wessen Beteiligung Leistung beurteilt werden kann und beurteilt wird.

Die vermeintlichen Widersprüche zwischen individueller pädagogischer und anhand der Kompetenzerwartungen vergleichender Leistungsbewertung müssen aufgehoben werden. Zwingend notwendig ist deshalb vorher die Auseinandersetzung mit der Definition von Leistungsförderung und Leistungsberwertung vor dem Hintergrund der Möglichkeiten des Standortes Köllerholz und der unbedingten Schaffung eines positiven Lern- und Leistungsklimas (vgl. Richtlinien für die Grundschule in NRW, Kap. 6).

Auch den Satz in den Richtlinien „In die Leistungsbewertung fließen alle von der einzelnen Schülerin oder dem einzelnen Schüler in Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen ein“ muss genau definiert werden.

Hier spielt das Leben und Lernen in der Ganztagsschule eine deutlich erweiterte Rolle. Der Erlass „Gebundene und offene Ganztagsschulen“ macht dazu weiterführende Aussagen, u.a. „Zu den Merkmalen … gehören … ein verlässliches Zeitraster und eine sinnvoll rhythmisierte Verteilung von Lernzeiten auf den Vor- und Nachmittag, auch unter Entwicklung neuer Formen der Stundentaktung“.

Der Referenzrahmen Schulqualität macht ebenfalls Aussagen dazu (Dimension 2.4 Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung / Dimension 2.11 Ganztag und Übermittagsbetreuung). Die Dimension 2.5 „Feedback und Beratung“ gilt es damit in Einklang zu bringen.

Leistung erbringen, sich weiterentwickeln und Ziele verwirklichen kann den Kindern große Freude machen. Begleiten wir sie auf diesem Weg, behutsam, individuell und förderlich!

E.3.14. Evaluation

Geplant ist, das Evaluationsinstrument QUIGS 2.0 nach dessen übergeordneter Überarbeitung durch die Autoren (Serviceagentur Ganztägig lernen NRW und Institut für Soziale Arbeit e.V. in Abstimmung mit den Ministerien für Bildung (MSB NRW) und für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI NRW)) vor dem Hintergrund des Inhaltsbereiches 2 „Lehren und Lernen“ des „Referenzrahmen Schulqualität NRW“ zu nutzen.

Ausgangspunkt soll der Bereich 2.11 „Ganztag und Übermittagbetreuung“ sein, da wir hier am besten an die bisherige Unterrichts- und Schulentwicklungsarbeit anknüpfen können. Erste Schwerpunkte können hier „Rhythmisierung in der Ganztagsschule“, Verlässlichkeit der Ganztagsangebote“ und „Konzeption der Verzahnung von Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten“ sein.

Wie schon in der Vergangenheit sollen die profilbezogenen Zertifizierungsmöglichkeiten der BNE genutzt werden. Dazu zählen die Kampagne „Schule der Zukunft“ und das „Haus der kleinen Forscher“, die passende Unterrichtsszenarien, auch ganztägig ausgeprägt, favorisieren.

Schule der Zukunft

Haus der kleinen Forscher

Begleitend im Fokus sollen die Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises mit den entsprechenden Leitfragen sein, die ideal zu unseren Neuentwicklungen passen.

Der Deutsche Schulpreis: Qualitätsbereiche und Leitfragen

Wünschenswert und anzustreben ist eine enge Abstimmung mit und Begleitung durch die untere Schulaufsichtsbehörde (Schulamt für die Stadt Bochum) und obere Schulaufsichtsbehörde (Bezirksregierung Arnsberg).

 

F. Zusammenfassung: Zielorientierung und Gestaltungsaufgabe

Download: Auszug Unterrichtskonzeption F (PDF)

Die Schulgemeinde Köllerholz hat die Aufgabe, die Schul- und Unterrichtsentwicklung unter der Bezeichnung „Köllerholz 2020 – Gemeinsam gute Schule machen“ in einem dreijährigen Qualitätsentwicklungsprozess neu zu gestalten.

Dies erfolgt seit Juni 2017 unter folgenden Gesichtspunkten:

  1. Basis ist das in den vergangenen Jahren entstandene Schulprogramm mit seinen tragfähigen Komponenten (Schulkonzeption „Köllerholz 21“, Schulprofil „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“, Ganztagsschulkonzeption).

Schulkonzeption Köllerholz 21

Schulprofil Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Ganztagsschulkonzeption

  1. Oberstes Ziel ist die Neukonzeption der schuleigenen Lehrpläne im Rhythmusgefüge ganztägiger Bildung (Lernzeit und Freizeit) inklusive eines neuen Konzeptes zur Leistungsförderung und Leistungsbewertung.
  2. Der Unterricht als Kern der schulischen Arbeit soll ergänzt werden durch ein anregungsreiches Schulleben und eine attraktive Freizeitgestaltung.
  3. Qualitative Grundlagen sind die Qualitätsvorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen, im Besonderen die Kompetenzziele der Richtlinien- und Lehrpläne für die Grundschule und die Leitideen der Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen.
  4. Beteiligt sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Köllerholzschule, unsere Lehr- und Fachkräfte, unsere ehrenamtlich Tätigen, unsere mitwirkenden Eltern, unsere außerschulischen Partnerinnen und Partner und im Besonderen unsere Schülerinnen und Schüler als lernende und werktätige Gemeinschaft.
  5. Der schulischen Steuergruppe obliegt es, die Qualitätsentwicklungsprozesse in enger Abstimmung mit allen schulischen Verantwortlichen, Gruppen und Gremien, im Besonderen mit der Schulleitung, zielorientiert zu initiieren, in der Praxis zu begleiten und zielorientiert zu überprüfen.

Unterrichtsentwicklung aktuell – Trilogie der Pädagogischen Tage

G. Aktueller Themenspeicher (Themen in Planung oder in Bearbeitung)

Download: Auszug Unterrichtskonzeption G (PDF)

Themen der Schule

Themen der Jahrgangsstufen

Themen der Klassen

Themen der Projektgruppen

Themen der Schülergruppen

Themen der einzelnen Schülerinnen und Schüler

Themen der Kinderkonferenz

Themen der Redaktion des Schülermagazins Hexenpost

Themen der Arbeitsgruppe Schulleitung – Schülervertretung

Themen der Lehr- und Fachkräfte

Themen der Eltern

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