„Weißmanns Modellierstudio“

Meistens öffentlich, im Foyer oder Schulgarten, unter Dampf oder qualmend, immer aber hochspannend und irgendwie anders – das ist „Weißmanns Modellierstudio“. Markenzeichen: Die Öffnungszeiten werden dauerhaft überschritten, denn die Nachfrage ist groß.

Schnell versammeln sich kleine und größere Köllerholzkinder, wenn sich herumspricht „Herr Weißmann ist da!“. Ganz Pfiffige wissen schon vorher, wann er kommt. Eine der meistgestellten Fragen in unserer Schule lautet „Ist Herr Weißmann schon da?“.

Erfunden hat Hartmut Weißmann eine spezielle Masse aus Papier, Kleister und Zaubertrank. Herstellen kann man aus ihr alles: Vögel, Pflanzen, Lichtschwerter, Spiegeleier, Drachen, Krokodile, Raketen, Schlangen oder Autos – mit etwas Hilfe vom Meister persönlich täuschend echt.

Bei der Arbeit werden die Zappeligen ganz ruhig, die Vielredner zu Schweigenden, die Schweigenden beredt und die zu Motivierenden machen freiwillig Überstunden. Frei und willig – das scheint die Grunddevise zu sein. Selbstwirksamkeit (neudeutsch) wirkt hier wie von selbst. Schöpferische Momente stellen sich ein, in denen die Kinder ganz bei sich selbst sind und in ihrer Sache aufgehen.

Irgendwie modellieren die Kinder bei der Arbeit auch sich selbst. Sie gewinnen an Fingerfertigkeit, beflügeln die Phantasie und haben schöne Erfolge. Selbst ihr Gesellenstück haben einige Kinder in dieser Werkstatt schon gemacht. Exklusiv? Im Gegenteil!